Frühjahrsauktion 2019

Kunst und Antiquitäten

Samstag, 18. Mai 2019

Einlieferungen zu dieser Auktion nehmen wir noch bis Anfang April gerne an. Wir sind ständig interessiert an guten Sammlungen oder hochwertigen Einzelobjekten. Wir bieten besten Service, kompetente Beratung, faire Bewertung und Abrechung. Unsere Erfolge sprechen für uns, lesen Sie weiter...


Jahresrückblick 2018

„Klein aber fein“

lautet das Motto unseres Hauses, mit insgesamt nur knapp 1000 Positionen gestaltete sich das Angebot unserer zwei Auktionen im vergangenen Jahr dementsprechend selektiv und präsentierte sich damit auf internationalem Niveau.

Eine Zuschlagsquote von deutlich über 80 Prozent auch in der Saison 2018 zeugt von der konsequent überdurchschnittlichen Qualität unseres Angebots.

Den höchsten Zuschlag der Saison konnte interessanterweise diesmal ein Stück aus dem Bereich Kunsthandwerk verbuchen, es handelte sich um eine große signierte Perlmuttintarsie des Niederländers Dirck van Rijswijck aus den 1650er Jahren, unter den 41 bekannten Arbeiten des Künstlers, die sich bis auf wenige Ausnahmen auf die großen Museen der Welt (Grünes Gewölbe Dresden, Rijksmuseum Amsterdam, Eremitage St. Petersburg, Reichsmuseum Stockholm oder Metropolitan Museum of Art New York) verteilen, stellt dieses Panel mit einer Größe von 43 x 33 cm eine der größten Arbeit in Privatbesitz dar, dieses Kabinettstück allerersten Ranges erzielte in der Herbstauktion mit EUR 120.000.- einen Weltbestpreis für ein Werk dieses Künstlers.


Dirck van Rijswijck, Amsterdam ~1650, EUR 120.000.-

Die weiteren Höchstzuschläge erzielten wie üblich Werke der bildenden Kunst, eine erstklassige „Welle“ des Berliner Sezessionisten Karl Hagemeisters wurde in der Frühjahrsauktion bei EUR 50.500.- zugeschlagen (Limit 12.000.-), eine exquisite Sammlung von Italienansichten in der Herbstauktion verkaufte sich zu 100 Prozent, hier erzielte u.a eine 1841 datierte „Landschaft bei Pisis mit Regenbogen“ des Ungarn Caroly Marko sen. EUR 50.000.- und ziert nun eine deutsche Privatsammlung, ein „Blick auf den Vesuv“ von Adrian Ludwig Richter fand bei EUR 30.000.- ebenso wie ein „Blick auf Amalfi“ von Georg Gmelin bei EUR 21.500.- oder ein 1837 datiertes Gemälde „Blick auf das griechische Theater von Taormina auf Sizilien“ von Carl Daniel Freydanck den Weg in weitere deutsche Sammlungen, ein kleines, auf nur EUR 500.- taxiertes Aquarellportrait eines polnischen Adligen von Juliusz Fortunat Kossak erreichte unerwartete EUR 7.000.-.


Caroly Marko (Leutschau 1791 - 1860 Florenz), 43 x 62 cm, EUR 50.000.-

Einen Überraschungserfolg konnten wir zu unserer großen Freude in der Frühjahrsauktion für ein Gemälde der nahezu unbekannten jüdischen Malerin Felka Platek verbuchen. Die 1899 im Warschauer Ghetto geborene Malerin war ab 1927 Weggefährtin und spätere Ehefrau des bedeutenden deutschen Expressionisten Felix Nussbaum und wurde 1944 zusammen mit ihrem Ehemann in Auschwitz ermordet, das 1942 im belgischen Versteck entstandene Portrait gilt als eines Ihrer letzten Werke und fand bei EUR 19.500.- den Weg in ein deutsches Museum.


Felka Platek (Warschau 1899 – 1944 Auschwitz), 78 x 58 cm, EUR 19.500.-

Seit Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer Auktion bildet die regionale Kunst, hier erzielen in erster Linie die Arbeiten der Bielefelder Künstler wie L. Godewols, P.A. Böckstiegel, H. Stenner, E. Sagewka, W. Schabbon oder V. Tuxhorn immer wieder kleine Rekorde, vergangene Saison konnten wir u.a. jedoch ein bisher völlig unbekanntes Gemälde des Paderborner Malers Anton Joseph Stratmanns anbieten, das 1797 datierte Portrait des Paderborner Abtes Ignatius Paland, von dem keine weiteren Portaits bekannt sind erzielte im Frühjahr EUR 6.000.-, ein herrliches, leicht expressives Gemälde von Ludwig Godewols von 1919 verbuchte mit einem Zuschlag von EUR 7.500.- einen Bestpreis für ein Werk dieses Malers.


Ludwig Godewols (Gnoien 1870 – 1926 Bielefeld, 50 x 65 cm, EUR 7.500

Neben klassischen Bronzen des 18. bis 20. Jahrhunderts konnte eine kleine Sammlung von fünf Arbeiten der Berliner Tierbildhauerin Renée Sintenis für die Herbstauktion akquiriert werden, die Figuren erzielten bis EUR 8.800.- Limit EUR 3.000.- bis 5.000.-), die seltene Figur „Echo“ von Richard Scheibe erzielte im Frühjahr bei einem Limit von EUR 2.000.- ebenfalls EUR 8.800.-.


Sammlung Figuren von Renée Sintenis, L bis 20 cm, bis EUR 8.800.-

Nicht nur bei der bildenden Kunst, sondern auch in anderen Sparten konnten teils sehr gute Zuschläge erzielt werden, eine Sammlung von über 20 Keramiken der ungarischen Firma Zsolnay konnte mit Einzelzuschlägen bis EUR 5.400.- weitgehend verkauft werden, eine Augsburger Vermeilkredenz von 1723 des Meisters Erhard II. Heuglin fand bei EUR 4.700.- den Weg in eine deutsche Privatsammlung (Limit EUR 3.000.-), ein Paar Silberleuchter von C.D. Schroedel um 1770 für das sächsische Königshaus gefertigt erzielten respektable EUR 7.000.- und auch die EUR 3.700.- für einen englischen Teacaddy von 1770 stehen den Preisen in den großen englischen Auktionen nicht nach (Limit 600.-), neben Porzellan, Keramiken, Zinn, Büchern und Graphik konnten sogar einige Möbel mit teils guten Preisen reüssieren, eines der interessantesten Stücke war sicherlich ein kleines Barock-Gueridon, das seiner Seltenheit Rechnung tragend erst bei EUR 3.500.- zugeschlagen werden konnte (Limit EUR 600.-).


Teil der Zsolnay - Sammlung, H bis 37 cm, bis EUR 5.400.-

Einen festen Bestandteil unserer Auktionen bilden seit einigen Jahren auch die Asiatika und auch hier konnten wir in der vergangenen Saison einige sehr gute Zuschläge verzeichnen, ein Halbschrank aus der Sammlung des deutschen Professors Wilhelm Blume erzielte EUR 4.200.- (Limit EUR 600.-), eine nur 13 cm hohe, unlimitierte Jadevase ging bei EUR 2.200.- zurück in das Reich der Mitte und ein tibetanischer Boddhisattva fand bei EUR 2.500.- einen neuen Eigentümer.


Botthisattva Maitreya, H 24 cm, EUR 2.500.-



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