Frühjahrsauktion

Kunst und Antiquitäten

Samstag, 18. Mai 2019


Bielefeld, Auktionssaal Heeper Straße 206a

Einlass und Vorbesichtigung ab 10.00 Uhr

Versteigerungsbeginn um 12.00 Uhr


Anfahrt von der BAB 2 Hannover - Dortmund

BAB 2 Abfahrt Bielefeld Zentrum (B 66, Detmolder Straße) in Richtung Zentrum
Nach 3,5 km an der großen Ampelkreuzung rechts (Otto-Brenner-Straße)
Nach 2 km an der 2. Ampelkreuzung rechts (Heeper Straße)
Nach 50 m rechts in die Straße Am Scherkamp, Auktionssaal dann sofort rechts durch die Einfahrt

!!! Für Navigationsgeräte bitte eingeben "33607 Am Scherkamp" !!!


Vorbesichtigung

Donnerstag, 16. Mai 2019 und Freitag, 17. Mai 2019 jeweils von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag, 18. Mai 2018 von 10.00 bis 11.30 Uhr


Vorschau auf die Frühjahrsauktion

„Klein aber fein“

lautet das Motto unserer Auktionen und dementsprechend selektiv gestaltet sich das Angebot der Herbstauktion und präsentiert sich damit auf internationalem Niveau.

Kompletter Katalog

Hier ein Überblick über das Angebot und einige Highlights der Herbstauktion

Einen Großteil des Angebotes umfasst die Sparte Gemälde, hier spannt sich der Bogen von Gemälden alter Meister bis zur Moderne.

Bei den Altmeistern sticht neben einigen italienischen, deutschen und niederländischen Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts ein bedeutendes Gemäldepaar mit Darstellungen von Liebespaaren in Landschaften heraus, die jeweils etwa 130 x 90 cm messenden Gemälde befinden sich in sehr gutem Zustand und können dem Niederländer Jan de Baen (1633 – 1702) zugeschrieben werden (Limit jeweils € 2.500.-).

Jan de Baen (1633 - 1702), jeweils ~130 x 90 cm, ~1680, jeweils € 2.500.-

Die klassische Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhundert ist gut bestückt und zurückhaltend limitiert, hier finden sich typische Werke u.a. von Constant Artz (Enten, € 250.-), Jan Frederic van Deventer (Landschaft in den Ardennen, € 1.500.-), Felix Ehrlich (Portrait Otto von Bismarck, € 400.-), Elias Hermann (Ansicht von Gent, € 500.-), Carl Hilgers (Mühle im Gebirge, € 650.-), Carl Jutz (Federvieh am Weiher, € 2.500.-), Wilhelm Meyerheim (große Stadtansicht, 75 x 100 cm, € 1.200.-) oder vier Arbeiten von Ernst Preyer (jeweils € 200.-), ein Gemälde von Franz Michelis mit dem Blick auf Potsdam aus der Zeit um 1860 wird bei einem Limit von € 500.- ebenso seine Liebhaber finden, wie ein bisher unbekanntes Gemälde mit zwölf Enten am Wasser von Alexander Köster aus Privatbesitz, dass mit moderaten € 4.000.- ins Rennen geht.


Alexander Koester (1864 - 1932), 54 x 86 cm, ~1910, € 4.000.-

Die Malerei des 20. Jahrhunderts bietet neben typischen Arbeiten u.a. von Max Clarenbach (Winter an der Erft, € 1.200.-), Julius Paul Junghanns (Hüteszene, € 300.-), Patrick von Kalckreuth (Wellen, € 400.-) oder Helmuth Liesegang (ohne Limit und € 200.-) drei Arbeiten von Magnus Weidemann zu jeweils € 150.-, insgesamt elf Werke des Österreichers Franz Schwetz (ohne Limit - € 300.-) und alleine vier typische, teils großformatige Werke des Alpenmalers Edward Harrison Compton, die alle seinerzeit direkt beim Künstler erworben wurden (€ 400.- - 3.000.-), eine herrliche, 1912 datierte und bisher vollkommen unbekannte Biergartenszene des Berliner Sezessionisten Franz Heckendorf aus Privatbesitz darf wohl als früheste bekannte Biergartenszene des Künstlers gelten und wird bei einem Ausruf von moderaten € 5.000.- wohl zukünftig eine Berliner Sammlung schmücken.


Franz Heckendorf (1888 – 1962), Strandlokal am Wannsee 1912, 70 x 80 cm, € 5.000.-

Einen breiten Raum nehmen seit einigen Jahren Arbeiten osteuropäischer Künstler ein, nach dem hervorragenden Ergebnissen der Herbstauktion für ungarische und polnische Künstler, können wir auch diesmal wieder mit einem umfangreichen Angebot aufwarten, neben typischen Arbeiten u.a. von Jerzy Fedkowicz (Dreiviertelakt, € 1.500.-), Alessio Issupoff (Fohlen auf der Weide, € 1.500.-), Lazlo Mednyanski (Dorf in den Karpaten, € 2.000.-) oder Jerzy Kossak (polnischer Ulan, € 800.-), werden zwei hochinteressante Arbeiten des ab 1872 in Rom arbeitenden polnischen Malers Hendryk Siemiradzki aufgerufen, eines seiner beliebten Gemälde mit einer sitzenden römischen Schönheit geht mit € 6.200.- unter den Hammer, mit nur € 6.000.- wird ein herrliches Aquarell mit der Darstellung eines Pharaos und dreier erschlagener Nubier aufgerufen.


Hendryk Siemiradzki (1843 -1902), 35 x 54 cm, 1870er Jahre, € 6.000.-

Besonderes Augenmerk legen wir seit Jahren auf die Arbeiten westfälischer Künstler, neben Arbeiten u.a. von Peter August Böckstiegel, Ludwig Godewols oder Wilhelm Heiner werden jeweils vier Werke von Bruno Buschmann (€ 600.- - 3.500.-) und Ernst Sagewka (o.L. - € 1.300.-) und eine überaus seltene, 1918 datierte „Große Schreitende“ von Erich Lossie angeboten (€ 1.500.-).

Die Bielefelder Firma Dürkopp stellte Anfang der 1920er Jahre einen Rennwagen her, der als seinerzeit als „Dürkoppzigarre“ Furore machte, Originale haben sich nicht erhalten und selbst Fotos sind überaus selten, eine absolute Rarität ersten Ranges stellt daher ein großformatiges (60 x 90 cm !!!) Originalfoto von ~1922 dar, auf dem vier „Dürkoppzigarren“ auf der Berliner Rennstrecke Avus zu sehen sind, dieses wohl einmalige Dokument wird mit nur € 600.- aufgerufen und dürfte neben den Heimatsammlern sicherlich auch Rennsportsammler auf den Plan rufen.


Foto „Dürkoppzigarren auf dem Avus 1922“, 60 x 90 cm, € 600.-

Natürlich umfasst die Offerte auch den Bereich der klassischen Antiquitäten, im Bereich Porzellan finden sich allein an die 50 Figuren und Figurengruppen des 18. bis 20. Jahrhunderts von Meissen (u.a. seltene Herkulesfigur ~1760, € 400.-, Gruppe „Tritonenfang“ des 19. Jhd., € 600.- oder eine „Kugelspielerin“, € 500.-) bis Rosenthal (dabei die Figuren „Hockende“ und „Sitzende“ von Fritz Klimsch und die Figur „Keuschheit“ von Prof. Ernst Seger mit einer Höhe von 63 cm, alle ohne Limit), nicht alltäglich ist eine Sammlung von allein sieben Figurengruppen von Otto Pilz (€ 250.- bis € 300.-)


Teil des Porzellanfiguren - Angebotes

Sammlergegenstände aus vielen Bereichen runden das Angebot ab, die Silbersparte bietet z.B. einen seltenen Moskauer Vermeilhumpen von 1854 in erstklassiger Erhaltung (€ 2.200.-), bei den Asiatika fallen ein erstklassiges Paar großer Cloisonnévasen der Ming - Dynastie (€ 1.200.-), aus dem Königreich Benin stammen frühe Elfenbeinschnitzereien (€ 200.- bis € 1.200), bei den Möbeln gefällt ein hervorragend erhaltener Stollenschrank des frühen 18. Jahrhundert (€ 1.200.-) und das frühe Kunsthandwerk bietet neben vier griechischen Terracottafiguren des 2. Jhd. v. Chr. aus Myrina (€ 200.- bis € 400.-), teils große Madonnen aus Stein und Holz des 15. bis 18. Jahrhunderts, ein Paar Elfenbeinfiguren aus der Sammlung von Lord Grenfell (Edelleute des 16. Jhd., € 1.500.-), einen „1301“ datierten Seiden – Ghom (€ 1.400.-) und verschiedene Konvolute mit interessanten Fotos des 19. Jahrhunderts aus Italien, Griechenland und der Schweiz.


Anfang 16. Jhd., je 35 cm

Moskau 1854

Dieppe Mitte 19. Jhd., je 18 cm


Benin, Edo - Stamm wohl 19. Jhd.

Beendet wird unsere Auktion klassischerweise mit Schmuck, hier spannt sich der Bogen von Schmuck des 19. Jahrhunderts bis zu modernen Stücken namhafter Juweliere, bei den frühen Stücken fällt neben einem erstklassigen, voll beweglichen Schlangenarmband in Gold (€ 500.-) vor allem ein sehr seltener goldener Geschenkring des Herzog Ernst von Sachsen - Coburg und Gotha mit Diamanten und Chiffre „E“ auf blauem Email auf (€ 1.000.-), bei dem jüngeren Schmuck überwiegen Stücke mit Diamant- und Steinbesatz, ein schweres Collier und ein passender Ring tragen neben einigen Brillanten jeweils gute Smaragde von deutlich über 3.00 ct. (€ 4.000.- bzw. 4.200.-), eines der ungewöhnlichsten Schmuckstücke stellt mit Sicherheit ein schwerer goldener Halsreif mit schwarzem Email und zwei erstklassigen Zitrinen von jeweils ~15.00 ct. der Schweizer Firma Gübelin im Originalkasten dar, dieses Stück in Museumsqualität wird mit € 2.200.- aufgerufen, die passende Spangenuhr und der passende Armreif sind ebenfalls im Angebot (€ 500.- bzw. € 600.-).


Gold 14k, ~1860

Gübelin ~1960

Chiffrering ~1860



------------------- Das Stammhaus bleibt im Zentrum Am Bach 1a -------------------

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